EU-Entwaldungsverordnung: ÖVP-Bauernbund will wieder selbst gelegtes Feuer löschen
Entwaldungsverordnung wurde von ÖVP-Mandataren im EU-Parlament mitbeschlossen – Aussagen von LK-Präsident Siegfried Huber unglaubwürdig
„Die EU-Entwaldungsverordnung ist bereits in Kraft und trifft die Kärntner Bauern mit voller Härte, denn beispielsweise dürfen auch kleinste gerodete Flächen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden“, erklärte der freiheitliche LK-Vizepräsident Roman Linder. Als konkretes Beispiel nannte Linder einen Landwirt, der laut Forstgesetz eine Rodung für eine kleine Fläche bewilligt bekommt, dann jedoch keine Rinder darauf weiden lassen dürfe.
„Scheinbar ist der Präsident der LK-Kärnten in dieser Angelegenheit erst heute – dem internationalen Tag des Waldes – auf die EU-Schikanen aufmerksam gemacht worden. Aber hat er vergessen, dass es seine eigene ÖVP auf Bundesebene und auf EU-Ebene ist, die diese Verordnung mitausgearbeitet und im EU-Parlament mitbeschlossen hat?“, ärgerte sich Linder über die Aussagen von Huber, der bekanntlich auch Landesobmann des ÖVP-Bauernbundes sei.
Die Freiheitliche Bauernschaft in Kärnten zeige dieses Problem schon lange auf, so auch in der letzten Vollversammlung der LK-Kärnten am 18. Dezember 2024. „Die EU-Entwaldungsverordnung trifft die Falschen! Eine Rodung in Österreich ist keinesfalls zu vergleichen mit Rodungen in Südamerika. Die Realität ist, dass die Waldfläche in Österreich weiter zunimmt“, so Linder. Derzeit betrage die Waldfläche mehr als vier Millionen Hektar, dies entspreche 47,9 Prozent der Staatsfläche Österreichs. „Die EU- Entwaldungsverordnung beschert uns darüber hinaus wieder einen enormen bürokratischen Aufwand! Daher ist sie ersatzlos zu streichen!“, forderte Linder anschließend.